Polygondrehen

Polygonale Welle-Nabe-Verbindungen haben viele Vorteile, doch bislang war die Fertigung solcher Querschnitte sehr anspruchsvoll und wenig produktiv. Das Polygondrehen ändert dies. Mit diesem innovativen Verfahren lassen sich Außen- und Innenpolygone mit unterschiedlichsten Eckenzahlen und Formen spielend leicht, hochproduktiv und äußerst präzise, ohne aufwändige Sondervorrichtungen durch Drehen fertigen. Und sogar verdrillte Polygone sind möglich.

Beim innovativen Polygondrehverfahren sind die Werkzeuge fast so groß wie das Innenpolygon selbst und sind dementsprechend stabil. Die Programmierung ist sehr einfach und wird zudem durch den INDEX-Polygondrehzyklus unterstützt. Durch den kontinuierlichen Schnitt eignet sich das Polygondrehen sowohl für die Weich- als auch für die Hartbearbeitung. Das Verfahren kann auf allen Maschinen von INDEX und TRAUB eingesetzt werden.

Seit November 2021 sind diese Arten von Polygonen auch genormt.


Die Prozesskinematik

Von der Form her sind diese Polygone Hypotrochoiden. Das sind Kurven, die entstehen, wenn ein Kreis auf einem Innenkreis abrollt. Bei einem 3er-/ 4er-/5er-Polygon spricht man daher auch von einem H3-/H4-/H5-Profil. Dem ein oder anderen sind solche Kurven vielleicht noch aus Kindertagen bekannt: Die blumenartigen Muster, die beim Zeichnen mit einem Spirographen entstehen, sind ebenfalls Hypotrochoiden.

Beim Polygondrehen macht man sich das Prinzip Spirograph zu Nutze. Hierbei rotieren das Werkzeug und das Werkstück in die gleiche Richtung (z.B. Werkzeug Rechtslauf und Werkstück Linkslauf oder umgekehrt). Dadurch, dass das Werkzeug schneller als das Werkstück rotiert und dass die beiden Achsen zueinander um die Exzentrizität versetzt sind, entsteht schließlich das Polygon.

Spirograph

INDEX-Werkzeugmaschine


Normung

Seit November 2021 ist diese Art der polygonalen Welle-Nabe-Verbindung in DIN 3689-1 “Welle-Nabe-Verbindung – Hypotrochoidische H-Profile –Teil 1: Geometrie und Maße“ genormt.

Gemäß dieser Norm wird ein Polygonprofil mit drei Flanken und einem Hüll- und Pferchkreisdurchmesser von
da = 22 mm und di = 18 mm
wie folgt bezeichnet:

H3 – 22 x 18


"Polygone sind gerade bei Welle-Nabe-Verbindungen höchst zuverlässig und sehr langlebig. Mit dem INDEX-Polygondrehzyklus haben wir ein Tool geschaffen, mit dem wir unsere Kunden hervorragend unterstützen können."

Dr.-Ing. Volker Sellmeier leitet die Technologieentwicklung bei INDEX

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